Beiträge von BesetzerIn

Solidarität mit den Besetzis in Wietze!

Aktuell wird die Besetz2ung gegen europas größten Hähnchenschlachthof in Wietze geräumt.
Lasst euch nicht unterkriegen!

Solidarität mit den Besetzer_innen!

www.antiindustryfarm.blogsport.de

12.Prozesstag

Am 19.8 um 8.00 Uhr im Raum 001 wird aller vorausicht nach zum 12. mal verhandelt- auch da- wie am 11.- werden wahrscheinlich keine zeugen mehr geladen sein – möglicherweise kommt es da schon zu einem Urteil. kommt zahlreich-über aktionen im Prozess und rund herrum wird sich gefreut.
Noch einmal der Fließbandjustiz in die Suppe spucken :)

Jubiläum im Boehringerprozess

Anlässlich zum 10. Prozesstag am 3.8.2010 in der Verhandlung gegen 5 angebliche Besetzer_innen des Boehringergeländes ließ Richter Süßenbach sich nicht lumpen. Er verteilte ordentlich Ordnungsgelder, Saalverweise und sexsistische Bemerkungen. Auch die Gästeliste war anlässlich des denkwürdigen Tages hochrangig. Es waren unter anderem der Einsatzleiter des SEKs da.
Selbst der Feierabend war dem Richter an diesem Tage egal. Der Prozess ging bis in die frühen Abendstunden.

Wie jeder andere Prozesstag bisher, begann auch der Jubiläumsprozesstag am 3.8.2010 um 8 Uhr. Einlass war wie immer um 7.45 Uhr, damit angeblich alle die Chance haben pünktlich im Gerichtssaal zu erscheinen. Wie immer war dies auch dieses Mal nicht der Fall. Als der Prozess verspätet um 8.38 Uhr begann, waren grade erst 3/4 der anwesenden Menschen im Saal und auch einige der Angeklagten waren noch nicht anwesend.
Anstatt den feierlichen Anlass des Tages zu würdigen, begann der Richter und die Staatsanwältin damit über den zuvor gestellten Einstellungsantrag. Der Einstellungsantrag wurde sowohl von Staatsanwältin Becker- Kunze und Richter Süßenbach mit der Begründung, dass das Verfahren nun schon 10. Verhandlungstage dauere und somit viele Kosten verursacht habe, einstimmig abgelehnt.
Um der Feierlichkeit des Tages Tribut zu zollen wurde von einer Angeklagten ein Jubiläumsantrag, in dem eine 100 minütige Pause beantragt wurde, gestellt. Dieser Antrag wurde von einigen Zuschauer_innen begeistert beklatscht, was den Richter völli8g auf die Palme brachte. Willkürlich suchte er sich eine Zuschauerin aus, der er, nachdem er sie vorher fälschlicherweise als „Junger Mann“ betitelte, ein Ordnungsgeld in Höhe von 90 Euro aufbrummte.
Kurz darauf leistete sich der Richter den nächsten sexisitschen Zwischenfall. Eine der Angeklaten stellte einen Antrag auf Pause, welcher vomn Richter unterbrochen wurde. Als einer der Rechtsbeistände diesen Antrag kurze Zeit später ebenfalls stellte, wurde dieser nicht unterbrochen und es wurde die Pause gewährt.
Nachdem, wie schon in den Verhandlungstagen davor, das Stellen von Anträgen auf einen späteren Zeitpunkt verlegt wurde, wurden die ersten Zeugen aufgerufen, bei denen es sich um zwei Streifenpolizisten handelte, die am Tag der Besetzung als eine der ersten vor Ort gewesen sind. Wie auch die andere zwei Zeugen, die zu einem späteren Zeitpunkt, erzählten auch diese widersprüchliche Dinge zum Verlauf des angeblichen Tatgeschehens.
Der interessanteste Zeuge an diesem Tag war ohne Zweifel der Einsatzleiter des SEKs. Entgegen der Erwartung vieler Zuschauer_innen erschien dieser ohne Sturmmaske, war aber ansonsten sehr vorsichtig was seine Antworten auf gestellt Fragen betraf und vermutete auch hinter jeder dieser Fragen die Absicht die Strategien SEKs zu rekonstruieren. Ansonten gab auch dieser Zeuge die üblichen widersprüchlichen Antworte und konnte sich an viele Details nicht mehr erinnern.
Während der Zeugenbefragung setzte der Richter seine an diesem Tag erstaunliche Durchsetzungskraft weiter durch. Er verwies eine Zuschauerin des Saales, weil diese ihre „schmutzigen Füße“ in die Luft gehalten hatte. Einem weiterem Zuschauer brummte er ein Ordnungsgeld von 60 Euro auf, weil dieser seine Füße auf die Bank gelegt hatte.
Auch gegenüber den Angeklagten war der Richter nicht ziemperlich. Einem der Angeklagten brummte er ein Ordnungsgeld in Höhe von 90 Euro auf, weil dieser sich weigerte einen Antrag, den er dem Richter übergeben hatte und der dann vom Tisch gefallen war, aufzuheben.
Nachdem alle Zeugen befragt worden waren, ließ Richter Süßenbach wieder das stellen von Anträgen zu, die, aufgrund des Verhaltens des Richters an diesem Tag recht zahlreich ausfielen. Es wurden mehrer Befangenheitsanträge gegen ihn gestellt. Über einige von diesen wird nun von einem „unabhängigen“ Richter entschieden.
Auch über die in den vergangenen Verhandlungstagen gestellten Beweisanträge wurde in dieser Verhandlung entschieden. Bis einen Beweisantrag, welcher das Verlesen einiger Aktenteile beantragte, wurde fast alle Beweisanträge mit der Begründung „Dies tut nichts zur Sache“ abgelehnt.

Der nächste Prozesstag findet nächste Woche Mittwoch, den 11.8. statt. Zu diesem Termin sind keine Zeugen mehr geladen. Es könnte an diesem Tag eventuell schon zur Urteilsverkündung kommen. Zu diesem Anlass ist es wichtig, dass viele Menschen den Prozess als Zuschauer_innen begleiten.
Also kommt am 11.8. nach Hannover, ünterstützt die Angeklagten und beteiligt euch aktiv am Prozessgeschehen!!!

Flyer für den 10. und 11. Prozesstag


Für den 10. Prozesstag (3.8.) ist der Einsatzleiter für den SEK-Einsatz während der Räumung als Zeuge geladen. Angestellt ist er beim LKA Niedersachsen und höchst wahrscheinlich selbst SEK-Beamter. Allerdings ist er für den 3.8. als vierter Zeuge geladen und es ist fraglich, ob es überhaupt so weit kommt, dass er zu diesem Termin schon vernommen werden kann. Vielleicht kommt der liebe Herr Joppen also auch erst nach dem 10tagigen, am 11.8. Auf jeden Fall wirds aber interessant mit so Einem…

Wiederbesetzung des Boehringer-Geländes


In der Nacht vom 21. auf den 22. August 2009 haben 15 Aktivisten_innen erneut das Boehringer- Baugelände besetzt. Ziel der Wiederbesetzung ist der konsequente Widerstand, der den Bau des Tierversuchslabors nicht durchsetzbar machen soll. Außerdem soll dies ein deutliches Zeichen für andere Konzerne mit ähnlichen Zielen darstellen und sie abschrecken.

Alternativkonzept zum Tierversuchslabor soll ein Ideengarten sein, der dauerhaftes alternatives Wohnen, politische Plattform, Ökoanbau/ Selbstversorgung, Gnadenhof für Tiere und sozialen Freiraum miteinander vereint. Die Besetzer_innen wollen zeigen dass sie sich von Repressionsorganen wie der Polizei und dem vor Ort eingesetztem Wachpersonal nicht einschüchtern lassen und ihren friedlichen und gewaltfreien Protest trotz der Räumung letzter Woche weiterführen werden. Weiterhin soll Öffentlichkeit gegen den Umgang der heutigen Gesellschaft gegenüber Tieren geschaffen werden und der Zustand, in dem Tiere als Versuchsobjekte benutzt werden, kritisiert werden.

Video zur Räumung auf youtube

Unter folgendem Link findet ihr ein knapp 10-minütiges Video zur Räumung: http://www.youtube.com/watch?v=qY8RT7LIT-w

Viel Spaß damit und gerne weiterverbreiten ;-)

Spontane Solidemo in Biberach/Riß

„Die Freund/innen aus dem Süden“ unterstützten unseren Protest gegen Boehringer, in dem sie am Samstag, 15.08., eine spontane Party-Demo auf dem Boehringer Gelände in Biberach starteten. Herzlichen Dank für eure geniale Unterstützung!!

Diesen Artikel haben wir bei Indymedia gefunden und bedanken uns für die Dokumentation dieser Soliaktion gegen die Räumung!

Biberach: Solidarität mit Boehringer-Besetzung – Eine ,,Party'‘, die zur spontanen Demonstration wird

Das Gelände von Boehringer-Ingelheim in Biberach(a.d. Riß) ist groß, von außen betrachtet unübersichtlich und wird durch einen hohen Zaun geschützt.
Auch an vergangenem Samstag, 15.08., arbeiteten dort Angestellte, aber das Wohngebiet am Rande der Kreisstadt ist insgesamt ruhig und nur vereinzelt sind Menschen auf den Straßen unterwegs, auf denen es auch schon am Vormittag stechend heiß ist.
Doch dann wird die Ruhe für über eine halbe Stunde gebrochen und die Hauptpforte des Boehringer-Geländes in eine Protestzone gewandelt. Mit Transparenten, Pappschildern, Trommeln, Pfeifen und Parolen machen Aktivist/innen aufmerksam: Die ,,Freund/innen aus dem Süden'‘, wie sie sich in ihrem Aufruf zu einer ,,spontanen Party'‘ nennen, möchten sich vordergründig mit der Besetzung des Boehringergeländes in Hannover solidarisieren. Nachdem diese über einen Monat hinweg bestand und sich gegen den Bau des neuen Tierversuchslabors richtete, wurden die Aktivist/innen in Hannover polizeilich am 12.08.2009 geräumt.

,,Solidarity is a weapon – Gegen Tierversuche überall!'‘

Gleichzeitig richtete sich ihr Protest gegen die Machenschaften des Pharmakonzerns Boehringer, welcher nach wie vor Tierversuche durchführt. Die herrschaftskritischen Aktivist/innen kritisieren jegliche Ausbeutung nichtmenschlicher Tiere und somit auch die durch Boehringer Ingelheim.

,,Auflagen einer Spontandemonstration: nicht erfüllt'‘

Nach etwa einer halben Stunde erscheinen zwei Polizeibeamte, welche die Personalien Aller fordern. Eine Aktivistin entgegnet jedoch, sie würden eine Demonstration durchführen wollen und diese mit einem spontanen Anlaß anmelden. Daraufhin sagt einer der beiden Polizisten, dass dies nicht möglich sei. Eine Spontandemonstration ,,wie diese'‘ müsse Tage vorher beim lokalen Ordnungsamt gemeldet werden. Erst nach reichlich Diskussion und der Personalienaufnahme aller Umstehenden sind die Beamten bereit, eine Eilversammlung an das Ordnungsamt Biberach weiterzugeben.
Ihren Dienstausweis jedoch wollen sie selbst nicht vorzeigen und erst nach wiederholter Nachfrage nennen sie widerwillig ihren Nachnamen.
15Minuten später geben sie bekannt, dass keine spontane Versammlung durchgeführt werden könne, da dies der Zuständige des lokalen Ordnungsamtes entschieden hätte. Die Aktivist/innen entsprächen nicht den Auflagen einer Spontandemonstration. Stattdessen beschlagnahmten sie ein Transparenten und weitere Pappschilder der Protestierenden.
Der Aufforderung einer weiteren Aktivistin, eine Spontandemonstration aufgrund des Verbots der Spontandemonstration anzumelden, kommen sie jedoch nicht nach und entgegnen nur mit einem spöttischem Lächeln.

,,This is what democracy looks like'‘, murmelt eine Aktivistin leise vor sich hin und schüttelt ungläubig den Kopf.

Weitere Aktionen nach Boehringer-Räumung

Nach der Räumung des eineinhalb Monaten besetzten Baugeländes für das Tierqualzentrum des Pharmariesen Boehringer-Ingelheim gab es am Donnerstag Abend eine Demonstration mit gut 200 Menschen. Vom Aegidientorplatz über den Kröpke und das Steintor zum Hauptbahnhof. Während der Demo wurden viele Flyer verteilt und Sprüche wie „Boehringer ist Folter, Boehringer ist Mord – Tierversuche stoppen, jetzt sofort“ gerufen. Auf dem Front-Transpi war zu lesen „Artgerecht ist nur die Freiheit“.
Nach der Demo kamen zuerst auf dem Vahrenwalder Platz und kurz darauf am Küchengarten ungefähr 50 Menschen zusammen, die kurzzeitig die Kreuzungen blockierten. Die Bullen zogen daraufhin jeweils massiv Kräfte zusammen, trotzdem gelang es ihnen nicht, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Laut Presse waren an dem Räumeinsatz nicht 500, wie bisher zugegeben, sondern 1000 Bullen beteiligt.

Polizei „sorgt“ sich um unsere Gesundheit!

Am Freitag morgen erschien erneut die Polizei bei uns auf dem Gelände, um ein gebuddeltes Loch das zu barrikadezwecken erschaffen wurde zu begutachten. Natürlich ging es den Beamten nicht darum, das Gelände zu erkunden, sondern sie sorgten sich um unsere Gesundheit, und wollten verhindern, das jemand in das Loch fallen könnte. 1-2-3 – Ruck Zuck wurde das Loch von den Beamten mit Polizeiabsperrband gesichert, und darauf hingewiesen das diese Fläche nun „Polizeilich gesicherter Bereich“ sei. Kurz darauf verschwand die Polizei dann genauso schnell wie sie aufgetaucht waren. Am Nachmittag erschienen dann 2 Personen der zuständigen Abrissfirma mit einen LKW und einem Bagger, um das Loch wieder zuzukippen. Da sie mit ihrem Bagger jedoch nicht über das Gelände kamen, entschlossen sie sich, ihren „Auftrag“ mit der Schaufel zu erledigen. Während sie ihr „Arbeitsmaterial“ holten, errichteten wir schnell eine nur sehr provisorische Barrikade aus Stöckern und Sträuchern vor dem Loch. Nachdem die Arbeiter diese Barrikade sahen, sagten sie das sie keine Lust hätten erst alles frei zu machen, um Arbeiten zu können, und es eh Feierabendzeit sei, und verschwanden also wieder, ohne auch nur eine Schaufel Erde ins Loch zurück geschüttet zu haben. Wir rechnen jedoch damit, das sich dieses „Spielchen“ seitens Boehringer und der Polizei, bzw. der Stadt in der kommenden Woche fortsetzen wird. Besonders am Montag oder Dienstag ist es sehr wahrscheinlich das es erneut versucht wird auf´s Gelände zu gelangen, um Arbeiten durchzuführen. Unterstützung und Support von Leuten vor Ort wäre also super !

Zeugenvorladungen – Die Logik der Polizei !?

Am Mittwoch Morgen bekamen wir Besuch von zwei „relativ“ hochrangigen Polizeibeamten auf dem Gelände, die einige Briefe für ein Teil der BesetzterInnen mitbrachten. Die Briefe richteten sich an die Personen, von denen die Personalien beim Großeinsatz der Polizei nach dem Farbanschlag auf das Haus von OB Weil auf dem Gelände aufgenommen wurden, und die nicht in Hannover gemeldet sind. Es handelt sich hierbei um Vorladungen zu Zeugenaussagen in der Ermittlungssache zu den Farbschmiereien am Haus des OB Weil.
An dieser Stelle möchten wir einmal betonen :
Uns ist absolut unverständlich wie wir Aussagen zu einem Ereignis machen sollen, bei dem wir NICHT anwesend waren, und mit dem wir in keinster Weise in Verbindung stehen!
Außerdem möchten wir einmal auf die mangeldene Logik (und anscheinend leider auch nicht vorhandene Fachkompetenz der Ermittler) bei der Beweisführung der Polizei aufmerksam machen. So wurde von der Polizei bei uns auf dem Gelände ein roter Farbeimer konfisziert, obwohl anhand der Fotos in der Presse für wirklich JEDEN eindeutig zu erkennen ist, dass bei dieser Protestaktion gegen Herrn Weil Sprühfarbe aus Sprühdosen verwendet wurde. Auch den Medien scheinen diese eindeutigen Widersprüche nicht aufzufallen (oder nicht auffallen zu wollen). Wir gehen davon aus, dass dies ganz klar geschieht um uns in der Öffentlichen Debatte, zu diskreditieren und die bei vielen Menschen vorherrschende Zustimmung einzudämmen.