13. Februar: Erneut Prozess gegen Boehringerbesetzerin in Hannover

Kommt zur Verhandlung am 13.02.2012, 8.00 Uhr, Saal 001 des Landgericht Hannover!

Das Amtsgericht Hannover hat erneut eine angebliche Besetzerin der Baustelle des Boehringer-Versuchslabors in Hannover zur Hauptverhandlung geladen. Am 13.02.2012 um 8 Uhr soll gegen die Aktivistin wegen Hausfriedensbruch verhandelt werden. Bereits im Sommer 2010 gab es einen 15 Verhandlungstage andauernden Prozess gegen 5 Aktivist_innen, die 2009 die Baustelle eines Versuchslabors des Pharmakonzerns Boehringer-Ingelheim besetzt hatten, wo noch in diesem Jahr damit begonnen werden soll, an mehreren hundert Schweinen Medikamente zur Optimierung der Massentierhaltung zu testen.
Ein weiterer Prozess gegen einen Besetzer hat Ende 2011 stattgefunden. Der Angeklagte wurde noch während der Urteilsverkündung vom vorsitzenden Richter für fünf Tage in Ordnungshaft gesteckt, Anlass dafür sah das Gericht in seiner Weigerung, sich zu seiner eigenen Verurteilung zum Zeichen der Ehrerbietung zu erheben. Die Prozesse endeten bisher immer mit einer Verurteilung zu 35 bis 40 Tagessätzen. Nach dem ersten Prozess gegen die Boehringerbesetzer_innen, während dem immer wieder die politischen Dimensionen des Verfahrens aufgegriffen und kritisiert wurden, wird nun die neue Strategie der Strafjustiz deutlich, gegen die Aktivist_innen nur noch einzeln zu verhandeln – Wohl in der Hoffnung, die Anstrengungen, die mit der offensiv politischen Prozessführung für das
Gericht entstehen, zu verringern. Der Widerstand der Angeklagten soll offenbar durch gezielte Vereinzelung gebrochen werden. Es gilt, dem mit solidarischer Unterstützung entgegenzutreten. Kommt zum Prozess und macht deutlich, dass dort nicht in eurem Namen geurteilt wird!
Den Widerstand gegen ein zwangvolles System weiterführen – im Gerichtssaal, am Versuchslabor, in der Schule und bei der Arbeit! Solidarität mit den angeklagten Boehringerbesetzer_innen!

13.02.2012, 8.00 Uhr, Saal 001 des Landgericht Hannover!