2. Aktionstag – „Das läuft hier nicht ganz so, wie wir das wollen“, sagte der Polizist in sein Funkgerät!

Spektakel in der City: Mit dramatischem Schauspiel protestierten wir am Montag in Hannovers Innenstadt gegen das geplante Boehringer-Tierversuchslabor. In weißen Kittel, mit Mundschutz und riesigen Spritzen scheuchten Ärzte Kühe und Schweine zusammen. Die Tiere muhten, grunzten und quiekten, ehe sie schließlich winselnd zusammenbrachen.

Daraufhin rückte mehr als ein Dutzend Polizisten an. „Wer ist hier Versammlungsleiter?“, wollte ein Beamter wissen. Dies beeindruckte uns wenig, und somit reagierten wir nicht und zogen weiter. „Das läuft hier nicht ganz so, wie wir das wollen“, sagte der Polizist in sein Funkgerät – wenig später umringten er uns mit mehreren Kollegen_innen. Grund: Die Versammlung war nicht angemeldet. Als Teilnehmer gestoppt und nach ihren Personalien gefragt wurden, ging die Vorstellung weiter: „Tiere haben keine Ausweise“, sagte einer im Schweinekostüm. Sie quiekten und grunzten und legten sich auf die Erde. Anschließend rückten einige Tierschützer ihre Ausweise freiwillig raus, andere wurden durchsucht. Knapp eine Stunde später war die Überprüfung beendet.
„Unser Protest ist noch lange nicht vorbei“, kündigte Lara (24) an. „Die sind doch friedlich“, kommentierte eine Passantin den Polizeieinsatz. „Muss man denn alles anmelden in diesem Staat?“